Rechtsanwaltsgebühren


Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ergibt sich entweder aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder aus einer Vergütungsvereinbarung. Vergütungsvereinbarungen sind statt der Abrechnung der gesetzlichen Gebühren immer möglich. Es sind jedoch die Regelungen der §§ 49b BRAO und 3a ff. RVG zu beachten.



Was kostet eine anwaltliche Erstberatung?

Eine kostenlose Erstberatung gibt es nach dem Gesetz nicht. Ein Ratsuchender kann nach Meinung der Gerichte auch nicht erwarten, dass ein Rechtsanwalt, der von der Beratung und Vertretung von Mandanten lebt, kostenlos berät. Nur wer für die Beratung auch seinen Lohn erhält, wird objektiv beraten. Nur er wird bei aussichtsloser Rechtslage auch von einer Klage abraten.

Wurde keine Gebührenvereinbarung getroffen, ist bei der Beratung gegenüber einem Verbraucher die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch auf höchstens 190 € und bei darüber hinausgehender Beratung (weitere Gespräche, schriftliche Beratung) begrenzt oder für die Ausarbeitung eines schriftlichen Gutachtens auf höchstens 250 € beschränkt.

   

Die Mindestgebühr beträgt in unserer Kanzlei 50,00 Euro.


Was tun, wenn die Kosten der Erstberatung beim Anwalt zu hoch sind?

 Wer sich auch die Erstberatungsgebühr für eine verbraucherfreundlich gedeckelte Erstberatung nicht leisten kann, dem gewährt der Staat Beratungshilfe. Der Bedürftige kann vom zuständigen Amtsgericht (seines Wohnortes) einen Beratungshilfeberechtigungsschein erhalten, der eine „kostenlose“ Erstberatung beim Anwalt ermöglicht. In diesem Fall müssen Sie lediglich einen Eigenanteil von 15,00 Euro zuzahlen. 

 

 

Prozesskosten-Rechner

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Unterstützung bei den Kosten 

- Beratungs- und Prozesskostenhilfe -

Wenn Sie sich die anwaltliche Beratung finanziell nicht leisten können, müssen Sie nicht auf die Durchsetzung Ihrer Rechte verzichten. Dafür sorgen die Beratungshilfe sowie die Prozesskostenhilfe.

Beratungshilfe

Bei geringem Einkommen besteht die Möglichkeit, sich auf Kosten der Landeskasse außergerichtlich beraten zu lassen. Hierzu muss ein Beratungshilfeschein beim zuständigen Gericht (in der Regel das Amtsgericht, in dessen Gerichtsbezirk der Wohnsitz liegt) beantragt werden. Das Gericht prüft dann, ob eine außergerichtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt notwendig ist und ob Sie die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen können.

Mit dem Beratungshilfeschein können Sie dann zu einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl gehen und sich außergerichtlich beraten und gegebenenfalls vertreten lassen. Der Anwalt darf dann höchstens 15 Euro (seit 01.08.2013) von Ihnen verlangen. Alle weiteren Kosten muss er gegenüber der Landeskasse abrechnen.

Prozesskostenhilfe

Ist jemand nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage, die Kosten eines Prozesses zu tragen und bietet die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg, so kann ihm das Gericht auf Antrag Prozesskostenhilfe gewähren. Dies bedeutet, dass man von der Zahlung der Gerichtskosten, der Kosten des eigenen Anwalts und den Auslagen für Zeugen und Sachverständige befreit ist. Diese übernimmt dann die Landeskasse. Soweit Ihre Einkommensverhältnisse es zulassen, kann das Gericht anordnen, dass die Kosten von Ihnen in monatlichen Raten (so genannte Prozesskostenhilfe mit Ratenzahlung) an die Landeskasse zurückzuzahlen sind.

Das Gericht kann jedoch vier Jahre lang nach der rechtskräftigen Entscheidung überprüfen, ob eine Änderung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eingetreten ist und die verauslagten Kosten von Ihnen erstattet verlangen.



Antrag auf Verfahrens- und Prozesskostenhilfe

Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse

PKH und VKH.pdf (1.32MB)
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Antrag auf Beratungshilfe

Beratungshilfe.pdf (598.58KB)
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